Fliegen auf der Kanal-Insel in Hiltrup

Nachdem ich in den letzten Wochen das Equipment auf Vordermann gebracht habe und endlich die OSD-Aussetzer beim Quad in Angriff genommen habe, gab es am Wochenende einen kleinen Test – siehe da, der Quad läuft wie geschmiert.

Heute ging es dann mit ein par Leuten zur Kanal-Insel in Hiltrup. Hier hatte sich eine neue mögliche Flug-Location aufgetan. Und siehe da – sie taugt. Sehr gut sogar 🙂

Quadcopter Aufbau

Der große Tricopter ist ja schon ne feine Sache – aber leider auch relativ träge und mit den 3 Motoren hält sich das mit der Leistung in Grenzen. Ist schon erstaunlich, wie weit der Copter bei einem Flip nach unten fällt.

Also muss ein Spaß-Copter her. Ich habe mich für einen Quad entschieden – 4 Motoren auf kleinem, selbst gebautem Rahmen.

Bei den Motoren habe ich mich für die Suppo 2212/13 entschieden. Das lag hauptsächlich daran, dass ich für die Motoren vernünftige Informationen und sogar einen vielversprechenden Testbericht gefunden habe. Zu vielen anderen China-Motoren findet man leider nichts und müsste blind ausprobieren.

Als ESCs habe ich mich wieder für die Afro Slim entschieden – die Bauform gefällt mir ganz gut beim Einsatz von 10x10mm Aluprofilen als Armen. Zudem habe ich bisher gute Erfahrungen damit auf dem Tripcopter gemacht. Die ESCs laufen natürlich mit SimonK und lassen sich bequem per PWM-Leitung flashen. Einziger Nachteil: kein BEC – aber das ist kein Problem, der kleine externe BEC stört nicht und liefert dafür auch noch genug um die Cam zu versorgen.

Bei dem Flugcontroller war ich mir nicht einig was ich will. Da es ein Spaß-Copter werden soll, muss eigentlich MultiWii drauf. Da ging der Gedanke dann weiter in Richtung Baseflight – das ist die 32Bit-Version von MultiWii. Die wollte ich eh mal probieren. Als Flugcontroller kommt da vor allem der Flip32 in Frage.
Andererseits wollte ich mal Ardupilot ausprobieren und damit Erfahrungen sammeln. Ardupilot ist ein sehr cooles Projekt, das nicht nur Copter sondern auch Flugzeuge fliegen lässt. Zudem bietet es einen unglaublichen Funktionsumfang inkl. Steuerung während des Fluges über einen Laptop oder Tablet, Wegpunktnavigation, automatisches Landen, automatischer Kamerflug um ein Objekt herum, …
Das ist aber nichts für einen Spaß-Copter, sondern eher etwas für den Tri.

Zunächst werde ich den Quadcopter mit dem Ardupilot bestücken, um Erfahrung mit dem Projekt zu sammeln, während der Tri weiterhin flugfähig bleibt. Später wird dann der Ardupilot durch den Flip32 ersetzt und auf den Tricopter gebaut.

 

Und dann war da noch FPV – natürlich durfte das Equipment nicht fehlen. Hierfür habe ich mir die auch schon beim Tri eingesetzten Komponenten besorgt. Boscam 5 Ghz Sender & MinimOSD.

 

Der Rahmen besteht aus einer selbst konstruierten Centerplate und 20cm Alu-Armen. Das passt ganz gut mit den 8 Zoll Props – da ist sogar noch Luft für größere.
Die Akkuhalterung habe ich so konstruiert, dass ein Klettband auf der einen Seite der Centerplate fixiert ist und auf der anderen über einen Rundstab umgeworfen ist – dadurch kann ich das Klett mit eingelegtem Akku stramm ziehen und fixieren.

 

Hier gibt es auch ein Video vom Testflug. Fazit: Genug Power zum Spaß haben 😀