Nauaufbau Tricopter

Nach dem Crash musste der Tri einmal komplett zerlegt werden, da ein Arm verbogen wurde. Das habe ich dazu genutzt, den Copter zu verkleinern. Die Arme habe ich um 20cm gekürzt – vorher waren es 50cm, jetzt nur noch 30.

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Nach dem Anhalten der Motoren und dem Test ob die Kamera auch Prop-frei bleibt wurde dann zerlegt, gestutzt und der krumme Arm ersetzt.

So sah es nach dem Zusammenbau des Rahmens aus.

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Nach und nach kam die Elektronik wieder dazu. Insgesamt gefällt mir die handliche Größe. Ich bin echt gespannt wie er sich jetzt in der Luft verhält – die große Variante lag schön ruhig in der Luft, ideal für entspanntes FPV und Kameraflüge. Für den ersten Flug fehlt leider noch das neue Servo – ist aber bereits unterwegs.

Ansonsten ist alles wieder drauf und dran, inklusive FPV-Kram.

Crash & Teardown

Letzten Mittwoch ging es bei strahlendem Sonnenschein wieder in die Luft. Gestartet bin ich mit dem Tri mit FPV. Eigentlich ein gemütlicher Flug – doch plötzlich sah ich nur noch Loopings durch die Brille. Mein erster Verdacht, dass jemand auf meinem Kanal funkt, verflog mit einem dumpfen Aufprallgeräusch.

Unser Verdacht ist, dass ein Prop in der Luft gebrochen ist. Die Prop-Hälfte war in weiterem Umkreis nicht zu finden. Das würde auch die Loopings erklären. Eine Videoaufnahme gab es leider nicht.

Der Tri scheint direkt auf dem hinteren Arm gelandet zu sein. Der LED-Stripe der um das Alu-Profil ging wurde sauber ausgestanzt.

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Zum Glück war alles mit Kabelbindern befestigt. So sah der Copter zwar echt übel aus, es ist aber nicht viel kaputt gegangen. Die Motoren sind alle unbeschädigt.

Der hintere Arm (10x10mm Alu) hat einen ordentlichen Knick bekommen. Erstaunlich, aber die GFK-Centerplate hat das ganze unbeschadet überstanden.

Die Akku- & Cam-Halterung war etwas verbogen und 2-3 Kabel rausgerissen. Alles kein materieller Schaden.
Einzig das Servo hat es nicht überstanden. Trotz Metallgetriebe fehlen 3 Zähne.

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Beim Teardown sieht man noch mal genauer, wie weit sich der Arm verbogen hat.

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Der Flugcontroller zeigt auch ganz gut die Richtung in die gezerrt wurde 😉

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Die vorderen beiden Arme zeigten unter den Motoren noch einiges an Abnutzungsspuren – durch die Kabelbinder hat man doch einiges an Bewegung drin. Bei den Centerplates sieht man auch ganz gut den Weg der Arme beim Klappmechanismus.

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Und das ist schon alles an Elektronik 🙂

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Indoor Flotte

Nachdem das FPV-Equipment fertig war, musste natürlich auch die Indoor-Flotte erweitert werden 😀

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Die kleine Hummel war leider nicht in der Lage irgendwas zu tragen, daher musste noch ein X4 her. Als Kamera gab es was aus China zusammen mit einem Videosender – Gewicht: 3-4 gr.

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Leider muss ich noch einen zweiten Akku mitschleppen für die Kamera, da es sonst zu Störungen bis hin zu „Bild weg“ kommt. Hier werde ich mir noch einen mini LC-Filter bauen, dann kann der zweite Akku weg und der X4 ist nicht mehr so träge.

Quadcopter Aufbau

Der große Tricopter ist ja schon ne feine Sache – aber leider auch relativ träge und mit den 3 Motoren hält sich das mit der Leistung in Grenzen. Ist schon erstaunlich, wie weit der Copter bei einem Flip nach unten fällt.

Also muss ein Spaß-Copter her. Ich habe mich für einen Quad entschieden – 4 Motoren auf kleinem, selbst gebautem Rahmen.

Bei den Motoren habe ich mich für die Suppo 2212/13 entschieden. Das lag hauptsächlich daran, dass ich für die Motoren vernünftige Informationen und sogar einen vielversprechenden Testbericht gefunden habe. Zu vielen anderen China-Motoren findet man leider nichts und müsste blind ausprobieren.

Als ESCs habe ich mich wieder für die Afro Slim entschieden – die Bauform gefällt mir ganz gut beim Einsatz von 10x10mm Aluprofilen als Armen. Zudem habe ich bisher gute Erfahrungen damit auf dem Tripcopter gemacht. Die ESCs laufen natürlich mit SimonK und lassen sich bequem per PWM-Leitung flashen. Einziger Nachteil: kein BEC – aber das ist kein Problem, der kleine externe BEC stört nicht und liefert dafür auch noch genug um die Cam zu versorgen.

Bei dem Flugcontroller war ich mir nicht einig was ich will. Da es ein Spaß-Copter werden soll, muss eigentlich MultiWii drauf. Da ging der Gedanke dann weiter in Richtung Baseflight – das ist die 32Bit-Version von MultiWii. Die wollte ich eh mal probieren. Als Flugcontroller kommt da vor allem der Flip32 in Frage.
Andererseits wollte ich mal Ardupilot ausprobieren und damit Erfahrungen sammeln. Ardupilot ist ein sehr cooles Projekt, das nicht nur Copter sondern auch Flugzeuge fliegen lässt. Zudem bietet es einen unglaublichen Funktionsumfang inkl. Steuerung während des Fluges über einen Laptop oder Tablet, Wegpunktnavigation, automatisches Landen, automatischer Kamerflug um ein Objekt herum, …
Das ist aber nichts für einen Spaß-Copter, sondern eher etwas für den Tri.

Zunächst werde ich den Quadcopter mit dem Ardupilot bestücken, um Erfahrung mit dem Projekt zu sammeln, während der Tri weiterhin flugfähig bleibt. Später wird dann der Ardupilot durch den Flip32 ersetzt und auf den Tricopter gebaut.

 

Und dann war da noch FPV – natürlich durfte das Equipment nicht fehlen. Hierfür habe ich mir die auch schon beim Tri eingesetzten Komponenten besorgt. Boscam 5 Ghz Sender & MinimOSD.

 

Der Rahmen besteht aus einer selbst konstruierten Centerplate und 20cm Alu-Armen. Das passt ganz gut mit den 8 Zoll Props – da ist sogar noch Luft für größere.
Die Akkuhalterung habe ich so konstruiert, dass ein Klettband auf der einen Seite der Centerplate fixiert ist und auf der anderen über einen Rundstab umgeworfen ist – dadurch kann ich das Klett mit eingelegtem Akku stramm ziehen und fixieren.

 

Hier gibt es auch ein Video vom Testflug. Fazit: Genug Power zum Spaß haben 😀